Zum Inhalt springen

Bewertung & Präsentation

Bewertungskriterien

Die Diplomarbeit wird in der Regel nach folgenden Kriterien bewertet:§ 38 SchUG

KriteriumBeschreibungGewichtung (ca.)
Inhalt & FachlichkeitFachliche Korrektheit, Tiefe der Ausarbeitung, Problemlösung~40%
Praktische UmsetzungQualität des Produkts/Prototyps, Funktionalität, Innovation~25%
Formale KriterienSprache, Zitierung, Formatierung, Gliederung, Verzeichnisse~15%
PräsentationVortrag, Folien, Diskussion, Fachwissen~20%
Hinweis
Die genaue Gewichtung kann je nach Schule und Abteilung variieren. Fragt euren Betreuer nach den konkreten Bewertungskriterien!

Notenskala

Die Diplomarbeit wird wie eine Prüfung mit Sehr gut bis Nicht genügend benotet. Jedes Teammitglied erhält eine individuelle Note basierend auf seinem Beitrag.

Die Präsentation

Ablauf

Die Präsentationen werden einzeln hintereinander abgehalten. Jede Person präsentiert ihren Teil separat vor der Prüfungskommission. Der Ablauf gliedert sich in drei Phasen:§ 9 Abs. 4 PrüfOrd. BMHS

1

Vorstellung der Diplomarbeit

Kurze Einleitung: Titel, Gesamtprojekt und Team vorstellen, eigenen Teilbereich benennen.

ca. 3 MinNur erste Person
2

Präsentation des eigenen Teils

Problemstellung, Entwurf, Implementierung und Ergebnisse präsentieren – inkl. Live-Demo, falls möglich.

ca. 7–10 MinJede Person
3

Diskussion & Fragen

Die Prüfungskommission stellt Fragen zum eigenen Bereich.

ca. 5–10 MinJede Person
Wichtig: Wer stellt die Diplomarbeit vor?

Die allgemeine Einleitung übernimmt nur die erste Person des Teams. Sie schafft den Kontext für die gesamte Kommission, bevor die Einzelpräsentationen starten:

  • Titel und Thema der Diplomarbeit
  • Problemstellung: Welches Problem wird gelöst?
  • Teamaufteilung: Wer hat welchen Bereich bearbeitet?
  • Kurzer Überblick über das Gesamtergebnis

Diese Einführung dauert ca. 3 Minuten. Alle weiteren Teammitglieder steigen direkt mit ihrem eigenen Teilbereich ein.

Tipps für die Präsentation

  • Weniger Text, mehr Bilder auf den Folien
  • Übt den Vortrag mehrmals, auch vor Freunden oder Familie
  • Zeitlimit einhalten – übt mit Stoppuhr!
  • Backup für die Demo – Videos oder Screenshots, falls die Live-Demo nicht funktioniert
  • Fachlich vorbereiten – kennt auch die Teile eurer Teammitglieder in Grundzügen
  • Professionell auftreten – angemessene Kleidung, Blickkontakt, klare Sprache

Häufige Fragen der Kommission

  • „Was war die größte Herausforderung?“
  • „Warum habt ihr diese Technologie gewählt?“
  • „Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?“
  • „Wie habt ihr die Arbeit im Team aufgeteilt?“
  • „Welche Alternativen habt ihr in Betracht gezogen?“
Pro-Tipp
Bereitet auf jede mögliche Frage eine kurze, prägnante Antwort vor. Die Diskussion ist oft ausschlaggebend für die Note – hier zeigt sich, ob ihr euer Thema wirklich verstanden habt.

Beispiel: So kann eine Präsentation ablaufen

Die Präsentationen werden einzeln hintereinander abgehalten – jede Person präsentiert ihren Teil separat vor der Kommission. Nur die erste Person leitet mit der Vorstellung der gesamten Diplomarbeit ein. Hier ein Beispiel für den Ablauf einer einzelnen Präsentation (Thema: Webapplikation):

0–3 Min

Vorstellung der Diplomarbeit

Nur die erste Person: Titel der Arbeit, Gesamtprojekt und Team vorstellen, Teilbereiche benennen. Alle weiteren steigen direkt bei der Problemstellung ein.

3–5 Min

Problemstellung & Anforderungen

Welches Problem wurde gelöst? Welche Anforderungen gab es? Warum ist das Thema relevant?

5–8 Min

Entwurf & Implementierung

Architektur-Entscheidungen erläutern, wichtige Designentscheidungen zeigen, Kernfunktionalitäten und besondere Herausforderungen beschreiben.

8–9 Min

Demo

Den eigenen Teil live vorführen. Backup: Video oder Screenshots falls die Demo nicht funktioniert!

9–10 Min

Ergebnisse & Fazit

Testergebnisse präsentieren, persönliches Fazit ziehen, was wurde gelernt, was würde man anders machen.

10–15 Min

Diskussion & Fragen

Die Prüfungskommission stellt Fragen zum eigenen Bereich. Typisch: Warum diese Technologie? Was war die größte Herausforderung? Man muss auch technische Grundlagen des eigenen Bereichs erklären können.

Typischer Folienaufbau (pro Person)

  • Folie 1: Titel und Name
  • Folie 2–3: Problemstellung und Anforderungen
  • Folie 4–6: Entwurf und Architektur (Diagramme!)
  • Folie 7–9: Implementierung (Screenshots, Code-Ausschnitte)
  • Folie 10: Tests und Ergebnisse
  • Folie 11: Zusammenfassung und persönliches Fazit

Rechtsquellen / Legal Sources

  • §SchUG, BGBl. Nr. 472/1986 i.d.g.F. — § 34 (Form der abschließenden Prüfungen), § 37 (Prüfungsvorgang: öffentliche Präsentation vor Prüfungskommission), § 38 (Beurteilung)
  • §Prüfungsordnung BMHS, BGBl. II Nr. 177/2012 i.d.F. BGBl. II Nr. 296/2024 — § 9 Abs. 4: Präsentation und Diskussion höchstens 25 Minuten pro Kandidat/in, überwiegender Anteil für Diskussion
  • §§ 38 Abs. 2 SchUG: Beurteilung auf begründeten Antrag der Prüferin/des Prüfers durch die Hauptprüfungskommission
  • §§ 34 Abs. 3 Z 1 SchUG: Individuelle Beurteilung jedes Teammitglieds über sein individuelles Thema inkl. Präsentation und Diskussion
  • §Beurteilungsgrundlage: Eingereichte schriftliche Arbeit (wesentlicher Teil), Entstehungsprozess (Begleit- und Betreuungsprotokoll), Präsentation und Diskussion
  • §BMBWF Rubrics-Formular: diplomarbeiten-bbs.at/beurteilung